Kunstinszenierungen Andrea Simon

Seit 1990 praktiziert die Künstlerin den Schulterschluss mit anderen Künsten und arbeitet interdisziplinär. Für Ihre Arbeiten hat sie eine eigene Website eingerichtet, die den Besuch lohnt: www.exhibitionnews.de

Über 3500 Besucher_innen kamen zur Taunus Kunst Triennale 1, vom 1.12.2019 – 16.2.2020 ins Stadtmuseum Hofheim. Erstmals ausgestellt wurde “Corner, poetischer Protest” Videoinstallation, Andrea Simon. Ein Katalog liegt vor (15€, Stadtmuseum)

Fotos: Herbert Fischer, aus dem Ausstellungskatalog

„Mein Blick auf heute, er geht nach außen und nach innen. Was passiert? Mit uns?
Der Teppich für Bedrohung und Eindringung ist ausgerollt. Stramm marschiert das Öffentliche auf, das Private anzutasten, es zu ent-rüsten. Es kann auch von innen heranschleichen. Als innerer Diktator, dem man niemals genügt.
Von Modediktat und Schönheitswahn bis Fanatismus, staatlicher Gewalt, Machtgier, Kontrolle, Vereinnahmung. Exekutive, gut aus- und aufgerüstete Kräfte haben Zugriff.
Das Private demgegenüber, die Person, ist fragil. Ruht scheinbar wehrlos in einer Wiege guten Willens, gibt sich preis, wird verletzt. Verliert jedoch niemals Würde und Einzigartigkeit. Der individuelle Code bleibt als eine stolze Größe im Gesamten. Jeder fliegende Fetzen trägt die unverwechselbare DNA einer Person und kann ein unberechenbares Agens werden. Wenn das Private und das Öffentliche aufeinanderprallen, dann ist das auch ein poetisches Momentum, mit allen Optionen.
‚Cornern‘ bedeutet u. a. Protest.

Ist Ausdruck von Angstlosigkeit unter Bedrohung. Demonstriert das Private, hat Kraft.
Weltweite Protestbewegungen setzen sich massiven, anonymen verlängerten Armen aus. Bewaffnet, nur mit einer Geste, einer Haltung, einem Gedanken. Mit Hingabe oder Schirm. Menschen halten Stand. Um sie geht es. Ihre Verletzung wandelt sich zur Schönheit einer Blüte … am Boden in einer Ecke.“ (Andrea Simon, aus dem Katalog).

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Moonalien/ Serie Informel/ Foto: Joachim Hopp

Aktuell verfolgt Andrea Simon ihre Auseinandersetzung mit der Kunst des Informel. Hier steht die Symbiose von Körpern und Materialien im Vordergrund sowie das improvisierte, gewollt planbefreite Vorgehen. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Videoinstallation und Papierarbeiten als Textinstallation. Auch für ihre Bildbände hat sie szenische Material Settings entwickelt, die das Medium Tanz in sich aufnahmen.

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Video und Film sind wesentliche Bestandteile ihrer Arbeit. So entwickelt sie aus dem Medium Video, welches viele Jahre vornehmlich ein Tanzpartner war, nun Videoinstallationen. In Kooperation mit Joachim Hopp entstand 2019 “Corner, poetischer Protest” für die Taunus-Kunst-Triennale 1. Eine Arbeit, die sich mit den weltweiten Protestbewegungen und dem gewaltlosen Widerstand beschäftigt.

Mehr zur Kunst von Andrea Simon auf: www.exhibitionnews.de

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Fotos auf dieser Seite: Joachim Hopp, Herbert Fischer